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SUMMARY:Ausstellung Natura Contraria
DTSTART:20250904T120000Z
DTEND:20250904T160000Z
DTSTAMP:20260722T143656Z
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RRULE:FREQ=WEEKLY;UNTIL=20251031T170000Z;BYDAY=TH,FR;WKST=MO
CATEGORIES:Ausstellung
DESCRIPTION:Holzskulpturen und Textilarbeiten zeigen Natur als Spannungsfe
 ld von Druck\, Zerfall und Wandel – sinnlich\, poetisch und formal kontr
 astreich in Szene gesetzt.\n\nNATURA CONTRARIA\nDaniel Züsli & Ursula Wal
 dburger\nLakeside Gallery\, Zug\n\nIn der Gegenüberstellung zweier künst
 lerischer Positionen entfaltet Natura Contraria ein Spannungsfeld\, das Na
 tur nicht als idyllischen Ort\, sondern als komplexes Gefüge von Kräften
 \, Zuständen und Wandlungsprozessen versteht. Die Ausstellung bringt das 
 bildhauerische Werk von Daniel Züsli in einen ebenso leisen wie präzisen
  Dialog mit den textilen Arbeiten von Ursula Waldburger – zwei künstler
 ische Zugänge\, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch in ihre
 r existenziellen Tiefe miteinander korrespondieren.\n\nDie Geschichte der 
 Kunst kennt vielfältige Auseinandersetzungen mit der Natur – als Abbild
 \, Projektionsfläche oder Gegenentwurf zur Zivilisation. Während in der 
 klassischen Skulptur Natur oft überwunden und idealisiert wird\, interess
 iert sich Daniel Züsli für die Spuren\, die das Leben in organisches Mat
 erial einschreibt. Seine Holzskulpturen erinnern an Körper unter Spannung
 : gedrückt\, verformt\, entlastet. In der Tradition einer existenziellen 
 Bildhauerei\, wie sie bei Künstlern wie Hans Josephsohn oder Alberto Giac
 ometti anklingt\, lotet Züsli die Beziehung von Form und Zustand aus. Dru
 ck – sei er physisch\, sozial oder psychisch – wird zur formgebenden K
 raft\, zur Metapher für ein Menschsein im Spannungsfeld von Widerstand un
 d Anpassung.\n\nAuch Ursula Waldburger bewegt sich in einer langen kunsthi
 storischen Linie – jener der textilen Kunst\, deren konzeptuelle Kraft i
 n den letzten Jahrzehnten neu entdeckt wurde. Ihre gestickten Arbeiten auf
  transparentem Organza oder grober Wolle greifen Themen wie Zerfall\, Aufl
 ösung und das ephemere Moment auf. In VENEZIA etwa verlieren sich die Nam
 en venezianischer Stationen in rostender Stickerei – ein poetischer Komm
 entar zu kulturellem Gedächtnis\, Tourismus und Vergänglichkeit. In ande
 ren Werken lösen sich Wolkenformen im Wind auf\, kaum fassbar\, kaum halt
 bar. Waldburgers Arbeiten stehen in der Tradition einer feministisch konno
 tierten Stofflichkeit – leise\, tastend\, subversiv –\, wie sie etwa i
 n den Werken von Louise Bourgeois oder Mona Hatoum spürbar wird.\n\nNatur
 a Contraria ist damit mehr als eine Gegenüberstellung: Es ist ein Ertaste
 n von Ambivalenzen\, ein poetisches wie kritisches Nachdenken über Natur 
 als inneres und äusseres Gegenüber. Druck und Leichtigkeit\, Widerstand 
 und Auflösung\, Materialität und Transparenz stehen sich nicht entgegen
 \, sondern wirken in diesen Werken auf vielschichtige Weise zusammen – w
 ie Natur selbst: widersprüchlich\, wandelbar\, lebendig.
GEO:47.164256;8.514504
LAST-MODIFIED:20260722T143656Z
LOCATION:Lakeside Gallery Zug\, Artherstrasse 3\, 6300	Zug
URL:https://veranstaltungen.zug.ch/event/ausstellung-natura-contraria-2025
 -09-04
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