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SUMMARY:Konzert - Ars Excelsis Ensemble - Isabel Charisius - 8 Stagioni
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CATEGORIES:Kunst,Musik,Jugend,Kultur,Bildung,Konzert,Musikschule,Treffen/A
 ustausch
DESCRIPTION:Ars Excelsis Ensemble\nIsabel Charisius\, Violine\nGregor Buga
 r\, Dirigent\n\nKonzertprogramm:\n\nA. Piazzolla — Las Cuatro Estaciones
  Porteñas\nA. Vivaldi — Die vier Jahreszeiten\n\nBeschreibung des Proje
 ktes "8 Stagioni"\n\n1921 in Buenos Aires geboren\, hatte Astor Piazzolla 
 als Filmkomponist und Kammermusiker sich schon weltweit schon einen Namen 
 gemacht\, als er um 1961 den Tango Nuevo entwickelte und mit seinem Quinte
 tt – er selbst spielte Bandoneon – als ‚Missionar des Tangos‘ bega
 nn um die Welt zu ziehen. «Seine ersten Auftritte in Deutschland in den f
 rühen 80er Jahren wurden als Sensation gefeiert\,» so schrieb die Südde
 utsche Zeitung in ihrem Nachruf auf den 1992 verstorbenen Komponisten.\nTa
 tsächlich begann die Tango-Revolution jedoch schon früher\, nämlich in 
 Paris unter dem Einfluss der französischen Komponistin Nadia Boulanger. D
 ie Vorliebe seiner Lehrerin für Barockmusik hat sich in so manchem Piazzo
 lla-Stück niedergeschlagen\, wie beispielsweise in der „Frühlingsfuge
 “ seiner Vier Jahreszeiten.\nPiazzollas hemmungsloser Schaffenswut konnt
 en sich selbst die grössten klassischen Musiker unserer Zeit nicht entzie
 hen: Der Geiger Gidon Kremer\, der Cellist Mstislav Rostropowitsch und zah
 llose andere verfielen dem Sog des Tango Nuevo. Im Zuge dieser Rezeption i
 m klassischen Musikbetrieb entstanden auch diverse Bearbeitungen seiner Ta
 ngo-Kompositionen für klassische Kammermusikbesetzungen wie Streichquarte
 tt oder Klaviertrio.\nPiazzolla wollte in diesen vier umfangreichen Tangos
  zeigen\, wie sich die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel der Erde darstel
 len\, in seiner Heimat und im Erleben der Porteños und Porteñas (Persone
 n\, die in einer Hafenstadt leben). Er schuf damit ein lateinamerikanische
 s Gegenstück zu Antonio Vivaldis Vier Jahreszeiten.\nDie Stücke waren ni
 cht von vornherein als Zyklus geplant: Ausgangspunkt war das Stück Verano
  Porteño (Sommer in Buenos Aires)\, das bereits 1965 als Schauspielmusik 
 zu dem Theaterstück Melenita de Oro von Alberto Rodríguez Muñoz komponi
 ert wurde. Erst vier Jahre später erweiterte Piazzolla diesen Einzelsatz 
 zum vierteiligen Zyklus\, wobei er die Rhythmen des Tangos mit Elementen e
 uropäischer Barockmusik verband. Otoño Porteño (Herbst in Buenos Aires)
  kam 1969 hinzu\, im Folgejahr die beiden übrigen Sätze\, Primavera Port
 eña und Invierno Porteño (Frühling und Winter in Buenos Aires).\nDon An
 tonio Vivaldi\, Venezianer\, Geiger und Priester\, doch vom Messelesen zei
 tlebens wegen chronischer Bronchitis befreit\, war im Spätbarock Venedigs
  berühmtester Komponist. Um 1720 schuf er mit seinen «Vier Jahreszeiten
 » den erfolgreichsten Konzert-Zyklus seiner Zeit. Stücke\, die bald in g
 anz Europa Verbreitung fanden und schon damals zu Lieblingsstücken vieler
  Hörer avancierten – vom französischen König Ludwig XV. bis hin zum P
 hilosophen Jean-Jacques Rousseau. «Wem sind nicht auch die vier Jahreszei
 ten eines Vivaldi bekannt?» stöhnte schon 1737 der deutsche Musikkritike
 r Johann Adolf Scheibe. Und schon lange bevor moderne Interpreten die Stü
 cke für jedes erdenkliche Instrument bearbeiteten\, häuften sich die Arr
 angements dieser so sehr beliebten Concerti.\nDie Jahreszeiten-Konzerte st
 ehen eindeutig auf der Seite der «Invenzione»: Erfindungsreicher hat kei
 n Komponist die typische Szenerie jeder Jahreszeit in Tönen eingefangen: 
 von der Klangkulisse der Natur\, den Vogelstimmen und dem Donnergrollen\, 
 über die jahreszeitlichen Vergnügungen (Weinfeste\, Eislaufen etc.) bis 
 hin zu den extremen Temperaturen des Sommers und des Winters\, deren Wirku
 ng auf den Menschen Vivaldi in drastischen Tönen schilderte (das Ermatten
  im Sommer\, das Zittern und Zähneklappern in der Winterkälte).\nNicht n
 ur den Italienern\, sondern auch den Franzosen gefiel diese „Nachahmung 
 der Natur“ in all ihren Erscheinungen\, während die kritischen Deutsche
 n die Nase rümpften und fragten\, ob denn diese Tonmalereien auch ohne di
 e hinzugefügten Gedichte und Texte verständlich wären.
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