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SUMMARY:Kunst über Mittag
DTSTART:20210504T101500Z
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CATEGORIES:Culture
DESCRIPTION:'Kunst über Mittag' mit Dr. Marco Obrist\, Sammlungskurator z
 um neuen Werk von Bethan Huws "I’ve forgotten to feed the cat".  Die Ver
 anstaltung findet im Freien statt\, der Treffpunkt ist vor dem Werk an der
  Kunsthausmauer.\n\nInformation zur aktuellen Sammlungsausstellung 'ZuZug 
 aus Osteuropa – Positionen der Sammlung':\n\nUnbekannt\, fremd\, anders.
  Als in der Zeit des Kalten Krieges der eiserne Vorhang fiel\, rückte «O
 steuropa» in weite Ferne. Dieser – geografisch\, politisch und kulturel
 l unkorrekte – Begriff fasst die damalige Zweiteilung der Welt in «den 
 Osten» und «den Westen» in einem Wort zusammen. Obwohl Länder wie Tsch
 echien\, Polen\, Ungarn und Russland geographisch nahe liegen\, erscheinen
  sie oft noch heute fern.\n\nDie neue Sammlungsausstellung 'ZuZug aus Oste
 uropa' richtet ihren Blick auf dieses Unbekannte und zeigt zum ersten Mal 
 grössere Werkgruppen mittel- und osteuropäischer Kunstschaffenden mehrer
 er Generationen. Während die letzte Ausstellung 'BeZug' die Sicht auf Zug
  thematisierte\, dreht 'ZuZug' den Spiess um und blickt von «Innen» nach
  «Aussen». Dabei schliesst der Blick auf das Fremde das Eigene stets mit
  ein: Wie man etwas erlebt und betrachtet\, geschieht immer vor dem Hinter
 grund der eigenen Lebenswelt.\n\nGeradezu beispielhaft für den Perspektiv
 enwechsel stehen etwa die Werke von Guido Baselgia und Jan Jedlička: Der 
 ehemalige Wahlzuger Baselgia richtete seine Kamera auf den russischen Kün
 stler Pavel Pepperstein und dessen Freunde im Kunsthaus Zug. Gegenüber di
 e Porträts Jan Jedličkas von westlichen Kunstschaffenden im Kunst Museum
  Winterthur wie Gerhard Richter\, Sol LeWitt und Roni Horn. Ein Kontrast v
 on «West» und «Ost». Und während die tschechischen Künstler Pravosla
 v Sovak\, Jan Jedlička und Tomas Kratky in die Schweiz kamen aus Anlass d
 er niedergeschlagenen Reformbewegung des Prager Frühlings 1968\, ging der
  Appenzeller Künstler Roman Signer den umgekehrten Weg. Er studierte in W
 arschau Kunst und heiratete die Künstlerin Aleksandra Rogowiec.\n\nDie Au
 sstellung 'ZuZug' zieht nicht nur eine Linie von «West» nach «Ost»\, s
 ondern verbindet auch verschiedene Generationen und Sichtweisen: Etwa das 
 zeichnerische Schaffen Josef Hoffmanns\, der in Böhmen aufwuchs und ein w
 ichtiger Architekt und Designer der Wiener Moderne ist. Aus Ungarn Péter 
 Nádas mit Fotografien eines Birnbaums und des Himmels\, welche die Zeit u
 nd Veränderung thematisieren. Das Künstlergespräch zwischen Ilya Kabako
 v\, Boris Groys und Pavel Pepperstein aus der ehemaligen Sowjetunion. Und 
 Werke von Annelies Štrba\, deren Grossvater aus dem ehemaligen Jugoslawie
 n nach Baar und Zug kam.\n\nNicht zuletzt bezieht sich 'ZuZug aus Osteurop
 a' auch auf gegenwärtige Proteste\, Aufstände und revolutionäre Gescheh
 nisse in Polen\, Russland\, Ungarn\, Weissrussland und der Ukraine. Freihe
 it und Toleranz\, Weggang und Flucht bleiben als Themen schmerzlich aktuel
 l.\n\nhttp://www.kunsthauszug.ch
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