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Dear life / Liebes Leben - Einzelausstellung von Yuko Adachi

Donnerstag 19.09 @ 09:00 - 18:00

Einzelausstellung der zeitgenössischen Künstlerin Yuko Adachi.
Die Ausstellung mit dem Titel DEAR LIFE/LIEBES LEBEN bietet erstmalig in der Schweiz einen Überblick über Yuko Adachis Schaffen der letzten dreizehn Jahre und legt ihre einmalige Art dar, verschiedenste Sujets in unterschiedlichen Formsprachen und Techniken auszudrücken. Ihre Kunst, wie bereits im Titel der Ausstellung widergespiegelt, entwickelt sich aus ihrer tiefen Liebe für das Leben und das Universum heraus, auf die ihre ganze Kreativität basiert.

Neben älteren Werken präsentiert die Ausstellung eine Reihe ihrer neuesten Arbeiten. Kraftvolle und von Transzendenz gespeiste abstrakte Bilder, inspiriert von Meditation. Gezeigt werden zarte Zeichnungen, die das seelische Innenleben erkunden, wunderliche, grossformatige Ölgemälde voller fantastischer Energie, sowie bezaubernde mit japanischer Tinte gestaltete Druckgrafiken für Kinder. Der Besucher wird sicherlich die positive spirituelle und kreative Energie der Liebe und der Lebensfreude, die diese Werke ausstrahlen, aufsaugen und davontragen können.

Biografie
In Tokyo geboren, wuchs Yuko Adachi in Japan, Paris, London und den USA auf. Sie studierte an mehreren Kunstakademien und Universitäten in England und Amerika. Trotz ihrer multikulturellen Erziehung bleibt die Spiritualität ihrer japanischen Wurzeln ein bedeutender Faktor. Offen für die Lebenskraft aller sie umgebenden Lebewesen, hat Yuko Adachi eine erhöhte Empfindsamkeit für die Vitalität der Natur und Menschen entwickelt. Ihre Kunst spiegelt das Schöne und das Metaphysische unserer Umwelt gekonnt wider, ausgedrückt mit einzigartiger lebendiger Schaffenskraft. Zahlreiche private und institutionelle Sammlungen besitzen bereits Werke von Yuko Adachi. Ihre Arbeiten sind auch weltweit in Unternehmen und medizinischen Einrichtungen, einschliesslich renommierter Krankenhäuser, zu finden. Yuko Adachi lebt und arbeitet in der Schweiz, zusammen mit ihrem Schweizer Ehemann, ebenfalls Künstler, sowie zwei kleinen wundervollen Lebewesen – “ihre geliebten Kinder”.

Über Yuko Adachis Kunst
Marie-Christine Iacopetta, Kunsthistorikerin
So beschreibt Yuko Adachi ihre Arbeit mit ihren eigenen Worten: "Schon als ich fünf Jahre alt war, wusste ich, dass ich Künstlerin werden wollte. Ich glaube an die Kraft der Kunst, und wie sie das Bewusstsein der Menschheit für mehr Spiritualität verändern und nähren kann. Ich wünsche mir, dass meine Arbeit dazu anregt, das Schöne und den Drang nach einem inneren Wachsen in uns allen, zu entdecken. Wenn ich male, mache keine Vorstudien. Ich tauche einfach in das Unbekannte ein. Ich bin im Hier und Jetzt. So gelange ich in die höchstmöglichen Sphären, die man erreichen kann. Für mich ist Kunst die ultimative, visuell veräusserlichte Form der Liebe. Sie strömt diese Energie aus, die es mir erlaubt beim Malen mich mit dem Universum zu vereinen. “Kunst ist Liebe”. Kunst ist eine allgemeingültige Seelensprache, welche unseren Geist befreien kann und die uns hilft die fundamentale Wahrheit über wer wir sind, zu erfahren. Die kosmische Liebe, die ich fühle, erlaubt es mir die unendliche Freude an der künstlerischen Schaffenskraft zu teilen. Ich möchte den Fluss zur inneren LIEBE und zum LICHT, die in uns allen leben, öffnen“.

Yuko Adachi hat einen ganz eigenen Stil. Ihre Kunst ist sofort wiedererkennbar und unvergesslich. Sie sprengt die Grenzen der zeitgenössischen Kunstgattungen, in dem sie spirituelle und abstrakte Elemente miteinander verbindet. Sie kreiert einzigartige ungegenständliche Kompositionen, die die Vibrationen einer tiefgründigen Lebensenergie ausstrahlen. Die zarten, sensiblen und zugleich ausschweifende organischen Formen und Rhythmen in ihrer Kunst gehen auf die japanische Kalligraphielehre ihrer Kindheit zurück. Wenn innere Ruhe erreicht ist, können Kreativität und Feingefühl sich entfalten. Das serielle Arbeiten, bei dem eine breitgefächerte und farbreiche Palette mit ineinander fliessenden Gebilden harmonisch kombiniert werden, erlauben den freien Fluss ihrer Fantasie. Yuko Adachi ist innerlich mit dem Jetzt vereint.

Ihre Spiritualität und ihre multikulturellen Erfahrungen nähren ihr Bedürfnis zu Schaffen. Die Spontaneität und Authentizität ihrer Werke sprechen alle Besucher über Alters- und Geschletergrenzen hinaus an. Sie sind der visuelle Ausdruck ihrer tiefgründigen Verbundenheit mit dem Universum und der Menschheit.

Auch wenn Yuko Adachis subjektive Herangehensweise einzigartig ist, so können Parallelen zu anderen spirituellen Gattungen und zu einigen Pionieren der modernen Kunst gezogen werden. Im Buddhismus ist das Gestalten von Mandalas der Ausdruck einer jahrhundertealten Weltsicht. Sie sollen eine Idealform der Welt darstellen. Der Schaffensprozess ist zugleich ein meditativer Akt für den Maler. Der Künstler erreicht so tiefere Bewusstseinszustände, aber auch der Betrachter wird eingeladen, sich seines Innenlebens bewusster zu werden. Auch wenn Yuko Adachi eine andere Formensprache verwendet, so kann ihre Herangehensweise mit diesem Streben verglichen werden. Ihre Werke sind nicht darstellend, sie sind gelebte seelische Erfahrungen, eingefangene Emotionen.

Anfang des 20. Jahrhunderts haben die schwedische Künstlerin Hilma Af Klint und der russische Maler Wassiliy Kandinsky die Entwicklung der abstrakten Malerei bahnbrechend beeinflusst. Ihre Arbeiten sind Ausdruck ihrer symbolischen und spirituellen Weltsicht. Formen und Farben werden zu Übermittlern einer tieferen Bedeutung. Von Theosophie und Anthroposophie gespeist, haben sie Werke in kräftigen Farben, schwingenden organischen und geometrischen Formen kreiert. Durch ihre Kunst wollten Af Klint und Kandinsky ihre Umwelt aufklären und die inhärenten Beziehungen zwischen dem Mikrokosmos und Makrokosmos offenlegen. Das ist auch Yuko Adachis Ziel. Ihre traumhaften und energiegeladenen Kompositionen laden uns sein in ihre mystische Welt einzutauchen. Zugleich sind wir aufgefordert unser eigenes Bewusstsein zu erweitern.

Lokalität

Bibliothek
Bahnhofstrasse 5
6312 Steinhausen

Organisator

Andreas Gmür